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„Wir können anfangen mit dem, was wir haben: Ideen, Kraft und Gaben“- Gottesdienst zur Einführung von Pfarrerin Vera Gronemann in Ibbenbüren

Bei sonnigem Herbstwetter begrüßte Pfarrerin Lena Stubben die Gemeinde in der vollbesetzten, mit Erntegaben geschmückten Christuskirche mit dem Wochenspruch zum Erntedanktag: „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit“ (Psalm 145,15).

„Neben der Dankbarkeit für die Gaben, die Gott uns gibt, freuen wir uns heute besonders, dass Pfarrerin Vera Gronemann in die 2. Pfarrstelle der Kirchengemeinde Ibbenbüren eingeführt wird. Das Presbyterium und die Gemeinde freuten sich auf die Zusammenarbeit, sagte sie. Musikalisch gestalteten Kantor Christian Schauerte (am Flügel) und die Posaunenchöre Ibbenbüren-Laggenbeck und Mettingen unter Leitung von Reiner Pohl sowie das Ensemble „Freies Blech“ unter Leitung von Felix Pohl den Gottesdienst. Dass die Gemeinde sich sehr über die neue Pfarrerin freut, wurde in langanhaltendem Applaus deutlich, der Vera Gronemann sichtlich bewegte. Lektorin Antje Rößler und Lena Stubben trugen Psalm 104 im Wechsel vor, der Gottes wunderbare Schöpfung der Welt beschreibt. Mutmachende Lieder wie „Keinen Tag soll es geben“ oder „Da berühren sich Himmel und Erde“ schlossen sich an. 

„Die Einführung von Vera Gronemann ist ein Lichtblick in einem Meer von Verabschiedungen, die ich in diesem Jahr zu gestalten habe“, betonte Superintendent André Ost in seiner Ansprache. „Ich freue mich sehr, dass Du jetzt für die Gegenwart in Ibbenbüren und für die Zukunft in der Region Mitte-Nordwest eine Pfarrstelle antrittst.“ Obwohl diese Pfarrstelle bei der Kirchengemeinde Ibbenbüren angesiedelt ist, hätten Presbyteriumsmitglieder aus dem Kooperationsraum der Gemeinden Mettingen, Recke und Schale an den Vorstellungsgesprächen und Beratungen zur Pfarrstellenbesetzung teilgenommen. Vera Gronemann habe alle von sich überzeugt. „Mit der Pfarrstellenbesetzung in Ibbenbüren haben wir schon jetzt ein richtig gutes Fundament gebaut, das in die Zukunft tragen kann“, ist der Superintendent überzeugt. „Vera Gronemann kennt Ibbenbüren und den Norden des Kirchenkreises und auch die Herausforderungen, vor denen unsere Kirche steht“, betonte André Ost. Er erinnerte daran, dass Vera Gronemann bereits von 2015-2018 in ihrem pfarramtlichen Probedienst erste Berührungspunkte mit dem Kirchenkreis Tecklenburg hatte: „Ich habe schon damals deine Unerschrockenheit und deinen Tatendrang bewundert. Das brauchen wir in unserer Kirche und besonders auch in unserem Kirchenkreis“, sagte er. „Wir wünschen Dir und Deiner Familie, dass dies ein Ort zum Ankommen und Bleiben wird.“ 

André Ost, Lena Stubben und die ehemalige Mentorin von Vera Gronemann und jetzige Militärseelsorgerin Daniela Fricke führten sie anschließend feierlich in die Pfarrstelle ein. Presbyter, Weggefährten und Freunde sprachen ihr Segensworte zu.   

Im Mittelpunkt der Predigt von Vera Gronemann stand das Gleichnis der Speisung der Viertausend (Markus 8, 1-9). „Oft schauen wir nur auf das, was fehlt. Immer mehr Menschen machen sich Sorgen, dass es für sie nicht reicht“, so die Pfarrerin. Erntedank heiße dagegen, im Mangel das zu sehen, was vorhanden und geschenkt ist. Jesus sehe die Not der Menschen. „Wir können anfangen mit dem, was uns anvertraut ist: Ideen, Kraft und Gaben. Und dann können wir anfangen, das zu teilen, was wir haben“, unterstrich sie. Im Gleichnis sammeln die Jünger nach dem Verteilen noch sieben volle Körbe ein. „Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott mit dem, was wir ihm hinhalten, etwas wachsen lässt.“ Sie freue sich, dass sie nun in der Kirchengemeinde Ibbenbüren, im Kirchenkreis und in der Nachbarschaft anfangen könne. „Ich freue mich darauf, mit euch zu entdecken: Was ist da? Was dürfen wir Gott überlassen? Wir sind nicht allein unterwegs, Gott sieht unsere Not.“ 

„Wir freuen uns, dass Du da bist! Mit dem Apfelbaum als Geschenk des Presbyteriums könnt ihr Euren Pfarrgarten umgestalten“, so Presbyteriumsvorsitzende Lena Stubben beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus „Blick.punkt“. Im Namen der katholischen Kirchengemeinde begrüßte Pfarrer Hartmut Niehues die neue Pfarrerin und überbrachte Glückwünsche aus der Ökumene. „Der 4. Oktober ist der Gedenktag an Franz von Assisi“, erinnerte er. Die gemeinsame Aufgabe der Kirche sei es, gemeinsam am Frieden, den Gott schenkt, mitzuarbeiten. Die Mitarbeitenden der Kirchengemeinde Ibbenbüren schenkten der Familie Gronemann einen Willkommenskorb mit Überraschungen aus der Stadt. Beim Grillbüfett hatten alle Gäste Gelegenheit, die neue Pfarrerin kennenzulernen. 

Bericht: Christine Fernkorn

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