In diese Situation hinein hat der Rat der EKD im November 2025 die Denkschrift „Die Welt in Unordnung. Gerechter Friede im Blick“ herausgegeben. Die neue Denkschrift entfaltet das Leitbild des Gerechten Friedens vor dem Horizont der biblischen Friedensverheißung und sieht mit einem nüchternen Blick auf Unzulänglichkeiten einer unerlösten Welt. Die Denkschrift geht deshalb von der realpolitischen Einsicht aus, dass Gewalt in dieser unerlösten Welt eine Bedrohung darstellt, die eingedämmt werden muss - manchmal auch mit Gegengewalt. Sie betont das Selbstverteidigungsrecht der Ukraine und die Notwendigkeit militärischen Handelns.
Zwar hält die Denkschrift grundsätzlich am christlichen Gebot des Gewaltverzichts fest, verabschiedet sich aber von einem radikalen Pazifismus. „Als universale politische Ethik lässt sich der Pazifismus des kategorischen Gewaltverzichts nicht legitimieren“, heißt es. Die aktuellen Herausforderungen von Waffenlieferungen, Verteidigungsfähigkeit und Aufrüstung, Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung, Atomwaffen und nukleare Teilhabe werden ausführlich debattiert.
Der Vortrag stellt die Grundgedanken der Denkschrift vor, ihre Lösungsansätze und Empfehlungen sowie die Zielvorstellungen eines Gerechten Friedens, aber auch die Neuansätze gegenüber der Vorgängerschrift von 2007.
Es geht in Vortrag und Diskussion um die spannenden und strittigen Fragen christlicher Friedensethik!
Detlef Salomo, Pfarrer i. R. und Friedensbeauftragter des Kirchenkreises Tecklenburg
Die Veranstaltung findet am Samstag, 28. November, von 10.00 – 13.00 Uhr im Gemeindehaus blick.punkt, Kanalstr. 16, in 49477 Ibbenbüren statt. Veranstalter: Männerarbeit im Kirchenkreis Tecklenburg.
Anmeldung: Bis spätestens 21. November 2026 im Gemeindebüro Kanalstraße 16, Tel. 05451/ 6480, Öffnungszeiten montags bis freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr, sowie montags und mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr, oder per E-Mail: info.evibb@ekvw.de.
Folgender Ablauf ist geplant: