Rund 100 Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um gemeinsam Himmelfahrt zu feiern.
Der Gottesdienst gehört zu einer Reihe gemeinsamer Gottesdienste im Gestaltungsraum West des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg. Beteiligt sind die evangelischen Kirchengemeinden Jakobi und Johannes in Rheine, Hörstel sowie Neuenkirchen-Wettringen. Ziel der Reihe ist es, die Gemeinschaft der Gemeinden über Ortsgrenzen hinweg sichtbar und erlebbar zu machen.
Bereits im Vorfeld hatte das Organisationsteam um Pfarrerin Dr. Gesine Schauerte vorausschauend einen „Plan B“ vorbereitet. Als sich das Wetter an Christi Himmelfahrt von seiner kühlen und regnerischen Seite zeigte, wurde der Gottesdienst kurzerhand in den Wintergarten des Restaurantbetriebs „Ewige Liebe“ am Offlumer See verlegt. Die Inhaberin hatte ihre Unterstützung und Bereitschaft hierzu bereits frühzeitig signalisiert.
Die spontane Verlegung erwies sich als voller Erfolg. Viele Besucher lobten die gute Organisation und die herzliche Atmosphäre. Eine Besuchergruppe aus Rheine zeigte sich beeindruckt davon, wie flexibel und gelungen die Evangelische Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen auf die Wetterlage reagiert habe. Trotz der veränderten Rahmenbedingungen sei eine schöne und offene Stimmung entstanden.
Auch Pfarrer Erich Schwager aus der Johannes-Gemeinde Rheine, der selbst als Besucher teilnahm, bestätigte den positiven Eindruck. Besonders bemerkenswert: Zahlreiche Gäste aus Rheine und Hörstel hatten sich trotz des nasskalten Wetters sogar mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht. Darüber zeigte sich auch Sönke Delarue von der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen beeindruckt. Mit einem Schmunzeln kommentierte er die wetterfeste Stimmung der Teilnehmenden mit den Worten: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur nicht angepasste Kleidung.“
Inhaltlich stand der Gottesdienst ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Hoffnung und Verbundenheit. Gemeinsam wurden bekannte Lieder wie „Himmel, Erde, Luft und Meer“, „Lobet den Herren“ oder „Wo Menschen sich vergessen“ gesungen. In Gebeten, Psalmen und der Predigt zu Johannes 17 wurde die Verbundenheit der Menschen untereinander und mit Gott thematisiert. Gerade angesichts des regnerischen Wetters bekam die Botschaft von Vertrauen, Zusammenhalt und Zuversicht eine besondere Aktualität.
Für die feierliche musikalische Umrahmung sorgte der Bläserkreis aus Rheine unter der Leitung von Helmut Lange gemeinsam mit Lena Puschmann. Mit ihren musikalischen Beiträgen verliehen sie dem Gottesdienst eine besonders würdevolle und festliche Atmosphäre und bereicherten die Feier auf eindrucksvolle Weise.
Einen besonderen Akzent setzte das gemeinsame Abendmahl. Die Gottesdienstbesucher reichten sich gegenseitig Brotstücke und Weintrauben weiter. Diese Form des Abendmahls machte die Gemeinschaft und gegenseitige Verbundenheit auf eindrucksvolle Weise erfahrbar und wurde von vielen Teilnehmern als bewegender Moment wahrgenommen.
Im Anschluss nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Austausch im Cafébereich. Bei kalten und warmen Getränken – eingeladen von der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen – wurde die Gemeinschaft der vier Kirchengemeinden weiter gepflegt und vertieft. Viele blieben noch lange zusammen, kamen miteinander ins Gespräch und stärkten so das Band der Zugehörigkeit innerhalb des Gestaltungsraums West.
Die Verantwortlichen zeigten sich am Ende dankbar und zufrieden über die große Resonanz. Der Gottesdienst habe einmal mehr gezeigt, dass Gemeinschaft nicht vom Wetter abhängig sei, sondern von Menschen, die bereit seien, Glauben und Begegnung miteinander zu teilen.
Bericht: Sönke Delarue