Der Sand am Ufer war vom Regen der vergangenen Tage noch feucht, doch der Himmel zeigte sich nur leicht bewölkt und die Sonne sorgte für eine angenehme Atmosphäre. So wurde der Haddorfer See zu einem besonderen Ort für einen besonderen Gottesdienst.
Die rund 65 Teilnehmenden waren überwiegend Familienangehörige und Freunde der Tauffamilien. Viele von ihnen gestalteten die Feier aktiv mit: Die Familien organisierten und bauten selbst Sitzbänke auf, der Großvater von zwei Taufkindern übernahm das Vor- und Nachspiel auf dem Akkordeon, Kinder und Angehörige trugen die Fürbitten vor. Die Gemeinde sang die Lieder begeistert mit und begleitete sie mit Klatschen und Bewegungen – ein lebendiger Gottesdienst, der Gemeinschaft und Freude spürbar machte.
Auch für Spaziergänger am Haddorfer See war die Feier ein ungewohnter Anblick. Eine Passantin bemerkte beim Aufbau schmunzelnd: „Hier haben wir schon vieles erlebt – Hochzeiten und alles Mögliche. Aber Taufen, das ist neu.“ Ganz neu ist diese Form des Taufens jedoch nicht. Im Mittelpunkt der Predigt stand die Taufe Jesu durch Johannes, die nach biblischer Überlieferung am Wasser stattfand und den Beginn seines öffentlichen Wirkens markierte. Wasser ist in der Bibel Zeichen für Leben, Reinigung und Neuanfang – und erinnert daran, dass Gott Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet.
Pfarrerin Dr. Gesine Schauerte betonte, dass die Taufe Gottes bedingungslose Zusage an jeden Menschen sichtbar macht. Passend dazu erklang am Ende des Gottesdienstes die gesungene Gewissheit: „Gottes Segen wird stets bei uns sein.“
Nach dem Gottesdienst nutzten einige Kinder die Gelegenheit, am Ufer zu spielen und dabei auch ein wenig nass zu werden – ein fröhlicher Ausklang eines besonderen Tages.
Die Resonanz auf das erstmals angebotene Tauffest war ausgesprochen positiv. Deshalb gibt es bereits Überlegungen, das Tauffest am Haddorfer See am 5. Juni 2027 zu wiederholen.
Familien, die Interesse an einer Taufe in dieser besonderen Atmosphäre haben, können sich bereits jetzt bei Pfarrerin Dr. Gesine Schauerte informieren und unverbindlich vormerken lassen.
Bericht: Sönke Delarue