Freuen Sie sich auf den Klang von Violine, Flöte, Oboe, Saxofon und Orgel sowie auf geistliche Wortbeiträge und gemeinsamen Gesang“, heißt es im Programm. Im Rahmen eines Pressetermins in Ladbergen führte Öffentlichkeitsreferentin Christine Fernkorn ein Interview mit der Projektleiterin Ulrike Lausberg, Superintendent André Ost und Evelyn Futterknecht, der Schulleiterin des Graf-Adolf-Gymnasiums Tecklenburg.
Was können die Besucher der Orgelnacht in Ladbergen erwarten?
Ulrike Lausberg: „Die Tecklenburger Orgelnacht hat sich einen Namen gemacht. Wir haben schon in vielen Kirchen des Kirchenkreises Orgelnächte veranstaltet. Die erste Station der Orgelnacht wird in diesem Jahr die ev. Kirche Ladbergen sein. Hier steht das Thema „Sonne, Mond und Sterne“ im Mittelpunkt. Nach dem Stehempfang mit Getränken ab 16.30 Uhr wird Pfarrerin Dörthe Philipps die Gäste begrüßen. Dann werde ich mit Gemeindeorganist Edwrin Kohnhorst eine Orgelbearbeitung des Paul-Gerhardt-Liedes „Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne“ spielen. Auch eine Chaconne von Johann Sebastian Bach, die erst vor zwei Jahren entdeckt wurde, wird aufgeführt. Die Violinistin Ellen Eilermann wird das Stück vortragen.“
Was macht den Charme der Orgelnacht aus?
André Ost: „Das Schöne ist, die Leute wissen mittlerweile, was sie erwartet. An einem Abend erleben die Besucherinnen und Besucher die einzigartige Kombination aus drei verschiedenen Veranstaltungsorten und Klangräumen. Daneben gibt es durch den organisierten Bustransfer viel Gelegenheit zu Begegnung und Austausch auf der Fahrt von einer Station zur anderen. Das Veranstaltungsformat hat sich etabliert. Gäste, die schon dabei waren, freuen sich darauf.“
Was passiert in der Stadtkirche Lengerich, der 2. Station?
Ulrike Lausbeg: „Hier steht das Gesangbuchlied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius im Mittelpunkt. Das haben wir zeitlich gut terminiert: Um 18.50 Uhr haben wir an diesem Abend Vollmond und das Konzert in Lengerich fängt um 19 Uhr an. André Ost wird einen geistlichen Impuls halten. In Ibbenbüren-Laggenbeck, der 3. Station, ist Pfarrerin Lena Stubben dafür eingeplant. An allen drei Standorten können die Besucher Stücke mit Saxofon und Orgel erleben. Wir spielen genreübergreifend traditionelle und auch Popmusik. Beispielsweise „Morning of my life“ von den Bee Gees, den Welthit „Strangers in the night“ oder die „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi für Saxofon und Orgel. Die Orgelnacht klingt mit dem 3. Konzert zum Gesangbuchlied „Nun ruhen alle Wälder“ in der Kirche in Ibbenbüren-Laggenbeck entspannt aus.“
Wie ist das Graf-Adolf-Gymnasium in die Veranstaltung eingebunden?
Evelyn Futterknecht: „Das Tecklenburger Land hat seinen Reiz, die Kirchen tun ihr übriges dazu. Unsere Schüler wirken bei der Orgelnacht mit und lernen Selbstwirksamkeit. Sie bereiten das Catering vor und bieten es in der Stadtkirche Lengerich an. Wir unterstützen damit eine tolle Sache. Auch bei der digitalen Werbung für die Veranstaltung, bei der Einlasskontrolle, der Busbegleitung und dem Kassieren der Anmeldegebühr sind die Schülerinnen und Schüler eingebunden.“
Ulrike Lausberg ergänzt: „Das ist eine Win-Win-Situation. Die Schüler nehmen uns wertvolle Arbeit ab und erleben Kultur, zu der sie sonst vielleicht keinen Zugang bekämen.“
André Ost: „Die jungen Leute bekommen auf diese Weise auch eine Verbindung zum realen Gemeindeleben. Sie übernehmen eine wichtige Rolle bei der Orgelnacht.“
Die Tecklenburger Orgelnacht findet auch Erwähnung in einem religionspädagogischen Fachbuch, das gerade veröffentlicht wurde. Was ist der Hintergrund?
Ulrike Lausberg: „Ja, ich freue mich, dass die religionspädagogische Publikation „AnderOrte: Religion in der Welt erkunden. Unterrichtsbeispiele, Analysen, Materialien“ gerade erschienen ist (Herausgeber: Prof. Hans Mendl, ISBN 978-3-7867-3419-2). Ich habe den Aufsatz über die "Tecklenburger Orgelnacht" und die "Tecklenburger Kostbarkeiten" dazu beigetragen. Es ist ein spannendes Buch, in dem es um performative Ansätze in der Religionspädagogik geht. Ich habe darin die Tecklenburger Orgelnacht als Best Practice-Beispiel vorgestellt. Auch Schülerinnen und Schüler kommen darin zu Wort.“
Welchen Stellenwert hat Kirchenmusik für die Gemeindearbeit?
André Ost: „Meine Erfahrung ist, dass es in Gemeinden, die lebendig sind, auch immer eine lebendige kirchenmusikalische Arbeit gibt. Kirchenmusik ist also etwas, das unsere Gemeinden trägt und verbindet.“
Infos zum Hinweg zur Ev. Kirche in Ladbergen:
Busse nach Ladbergen, Ev. Kirche:
Bus 1 Hopsten – Recke – Mettingen – Laggenbeck – Tecklenburg-Ledde – Tecklenburg-Stadt – Ladbergen
Abfahrt 15:00 Uhr Hopsten, Gemeindezentrum, Teupenweg
15:15 Uhr Recke, Edeka
15:30 Uhr Mettingen, Lidl
15:44 Uhr Laggenbeck, Permer Str.
15:50 Uhr Ledde, Ev. Kirche
16:00 Uhr Tecklenburg, Gräfin-Anna-Str.
Ankunft 16:20 Uhr Ladbergen, Ev. Kirche
Bus 2 Ibbenbüren – Brochterbeck – Lengerich-Wechte – Lengerich-Stadt – Ladbergen
Abfahrt 15:20 Uhr Ibbenbüren, Bahnhof
15:45 Uhr Brochterbeck, Ev. Kirche
15:55 Uhr Lengerich-Wechte, Ev. Bodelschwingh-Kirche
16:05 Uhr Lengerich, Feuerwehrhaus
Ankunft 16:20 Uhr Ladbergen, Ev. Kirche
Stationen der Orgelnacht:
Die Busse fahren jeweils im Anschluss an die Konzerte weiter zur nächsten
Station (Ladbergen, Ev. Kirche – Lengerich, Ev. Stadtkirche – Laggenbeck,
Ev. Johanneskirche).
Alle weiteren Infos finden Sie im Programm der Orgelnacht zum Download unter
Infos zu den Kosten:
Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Es wird jeweils am Ausgang um eine
Spende gebeten. Die Teilnahme am Abendimbiss (ohne Nutzung des Busses) kostet 15 €.
Das Kombi-Ticket für Bus plus Abendessen (in Lengerich-Stadt, Gemeindehaus)
kostet 35 €.
Um allen Interessierten die Teilnahme an den Konzerten zu ermöglichen, verzichten wir auf Eintrittsgelder. Die Orgelnacht wird teilweise von Sponsoren finanziert, ist aber auf Spenden der Besucher/innen angewiesen, um die tatsächlich anfallenden Kosten decken zu können.
Alle Konzerte bzw. Stationen können auch einzeln besucht werden.
Anmeldung zur „Orgelnacht“
Sonnenwinkel 1, 49545 Tecklenburg
Telefon: 05482 / 6 83 80