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Ökumenische FriedensDekade 8.-18. November 2026 - Regionaler Gottesdienst zur Eröffnung am 7. November 2026 in der Evangelischen Kirche Alt-Lotte

„couragiert widerständig“ – unter diesem Motto steht die diesjährige Ökumenische FriedensDekade vom 8. – 18. November 2026. Zehn Tage am Ende des Kirchenjahres stehen wieder bundesweit im Zeichen der Verantwortung für den Frieden, der heute gefährdet ist, wie lange nicht mehr.

Die militärische Gewalt hat weltweit zugenommen. Auch in Europa wächst mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine die Kriegsgefahr. 

Aufrüstungsprogramme werden umgesetzt. Frieden schaffen mit immer mehr Waffen ist die derzeitige Devise. Es scheint, dass alle bösen Geister von Abgrenzung, Misstrauen, Feindschaft und Gewaltbereitschaft wieder erwacht sind. Bedrohungsszenarien werden entworfen und Pläne für den Verteidigungsfall ausgearbeitet. Rüstungsausgaben verschlingen Unsummen, die für dringende Sozialausgaben fehlen. 

Das große Ziel eines gerechten Friedens rückt in weite Ferne. Aber es kann in dieser Situation keine christliche Haltung sein, die Hände resigniert in den Schoß zu legen. Gegen eine solche Resignation steht das Motto der FriedensDekade. „Es fordert alle heraus, sich für gewaltlose Wege zu engagieren. Es fordert zur Zivilcourage auf, zur wohl schönsten Form des Widerstandes. Es fordert auf, der Logik der Sicherheit, der Sprache der Gewalt zu widerstehen“, so erläutert die Friedensbotin Dr. Friederike Spengler, Regionalbischöfin in Erfurt, das Motto. Und der Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) warnt vor einer schleichenden Militarisierung der Gesellschaft: „Widerständig zu sein bedeutet heute, die Perspektive von Gerechtigkeit und Frieden nicht aus den Augen zu verlieren – gerade gegen die Logik einer unbegrenzten Aufrüstung“. Die Trägerorganisation der Ökumenischen FriedensDekade, darunter die AGDF und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) fordern eine Stärkung ziviler Konfliktbearbeitung statt einer einseitigen Fokussierung auf Kriegstüchtigkeit. 

Das Plakatmotiv hat der Dortmunder Grafiker Olaf Warburg entworfen: Zwei farbige Friedenstauben vor einer Betonwand, die die Gitterstäbe eines Fensters durchbrechen. Das Motiv macht deutlich, dass Widerstand dort beginnt, wo wir uns nicht einsperren lassen hinter Gittern von Angst, Resignation, Ohnmacht und Tatenlosigkeit. Das Gesprächsforum hat deshalb beispielhaft einige couragiert widerständige Zeitgenossen vorgestellt. Darunter die mutige Ärztin Gisela Penteker, die sich für Geflüchtete einsetzt und für die Rechte der Kurden, dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde und von der Türkei ein Einreiseverbot erhielt. Der fast vergessene Russe Stanislaw Petrow, der durch eigenverantwortliches Eingreifen 1993 womöglich das Auslösen eines Atomkrieges verhinderte. Und der Quäker und Pazifist Jurii Scheliazhenko, der in Kiew lebt, wo er nach kurzer Haft freikam und weiterhin den Kriegsdienst verweigert. „Die Welt ohne Armeen und Kriege wird besser sein.“ 

Nachzulesen in der neu herausgegebenen Broschüre zum Motto der FriedensDekade, mit aktuellen Themen, etwa die Diskussion um eine neue Wehrpflicht und die Schärfung der Gewissensfrage, der sich viele junge Menschen heute stellen müssen. Auch in diesem Jahr bieten die Arbeitsmaterialien Informationen und Anregungen für die eigene Lektüre oder für den Unterricht, für Veranstaltungen und Friedensgebete in der Gemeinde. 

E-Mail: material@friedensdekade.de und weitere Infos: https://www.friedensdekade.de/

Wer mit dem Besuch eines Gottesdienstes das Anliegen der FriedensDekade unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen zur regionalen Eröffnung in der Dorfkirche Alt-Lotte, ein Abendgottesdienst zum Motto „couragiert widerständig“ am Samstag, 7. November 2026 um 18 Uhr.

Detlef Salomo, Pfr. i. R., Friedensbeauftragter des Kirchenkreises Tecklenburg

Plakat A 4

Plakat A 3

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Erstellungsdatum: 13.10.2026