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Musikworkshop Hörstel – ein Generationenprojekt

Diesmal ohne festes Thema, aber wie gewohnt mit ganz viel Musikpower ging am Wochenende der kirchenkreisweit ausgeschriebene 16. Musikworkshop in der Hörsteler Friedenskirche über die Bühne. Ihren Höhepunkt fand die Veranstaltung am Sonntag in der Präsentation des Erlernten im gut besuchten Gottesdienst, dessen Schwerpunkt in diesem Jahr natürlich erneut auf der Musik, aber auch zu einem guten Teil auf der derzeitigen weltweiten Krisenstimmung lag.

Eigentlich ist Heinz-Gerd Wanning, Gesamtleiter und Hauptorganisator, seit fast zwei Jahren im Ruhestand. Vom Musikworkshop, den der frühere Jugendreferent im Kirchenkreis Tecklenburg vor bald 20 Jahren ins Leben gerufen hat, mag er sich aber dennoch nicht trennen. Zu viele positive Erfahrungen und Erlebnisse sind damit für ihn verbunden. „Was mich persönlich freut: Dass es immer noch ein Generationenprojekt ist“, zeigt sich Wanning begeistert. Mittlerweile seien es drei Generationen, die sich Jahr für Jahr musikalisch zusammenfinden, der Ablauf sei vertraut („Das wird auch geschätzt“) und: „Viele kennen sich mittlerweile.“

Insbesondere der Chor – diesmal waren es 25 Sängerinnen und Sänger, die unter der erfahrenen Leitung von Olga Neugum die acht ausgewählten Musikstücke einstudierten – zeigte sich altersmäßig gut durchmischt. „Das hört man natürlich auch an den Stimmen“, findet Heinz-Gerd Wanning, der immer wieder davon beeindruckt ist, dass die Lieder in der Kürze der Zeit so gut einstudiert werden können. So stehen der späte Freitagnachmittag und der Samstagvormittag ganz im Zeichen des Liedererlernens; nach einer Mittagspause geht es dann am Samstagnachmittag schon in die Vollen: Bei der Generalprobe spielen und singen Musiker und Chor erstmals gemeinsam und müssen dann auch schnell zueinanderfinden.

Im Grunde genommen sei es ja eine musikalische Reise, eine Art „Best of“, durch die vergangenen 15 Jahre, so Wanning. „Another day in paradise“ von Phil Collins erklang beispielsweise bereits beim ersten Musikworkshop in Hörstel, und da der Song das Thema „Obdachlosigkeit“ behandelt, lieferte er auch gleich einen Anknüpfungspunkt für die Predigt. Weitere Lieder waren beispielsweise „Über sieben Brücken musst du gehen“ von Karat, „Tage wie diese“ von den Toten Hosen, „Heal the World“ von Michael Jackson oder „Fields of Gold“ von Sting aus dem letztjährigen Musikworkshop.

Zwar stand der Chor optisch und zahlenmäßig im Mittelpunkt, doch trugen darüber hinaus noch etliche weitere Akteure zum Gelingen des Programms bei: Neben Olga Neugum waren für den musikalischen Part auch Rainer Hentschel und Peter Folwaczny verantwortlich; die technische Leitung hatte Sascha Folwaczny. Sieben Akustikgitarren, drei E-Gitarren sowie ein Schlagzeug (Spieler + Coach) sorgten für den passenden Begleitsound.

Viele Teilnehmer waren übrigens zum wiederholten Mal dabei und kommen tatsächlich aus den verschiedensten Ecken des Tecklenburger Landes: Neben Hörstel, Bevergern und Recke waren auch Mettingen und Laggenbeck vertreten. Und nicht nur mancher Besucher, sondern insbesondere die Teilnehmer des Workshops fiebern bereits jetzt einer Neuauflage im nächsten Jahr entgegen. Auch Heinz-Gerd Wanning würde gerne weitermachen: „Wenn’s nach mir geht, wieder!“

Bericht: Claudia Ludewig.

 

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