Seit Juni 2025 traf sich die Gruppe an vier Ausbildungswochenenden, um die Grundlagen der Erlebnispädagogik kennenzulernen und praktisch zu erproben. Ziel der Fortbildung war es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, erlebnispädagogische Methoden fachgerecht in ihrem beruflichen oder ehrenamtlichen Alltag einzusetzen und gleichzeitig für die pädagogische Arbeit in der JuBi auszubilden.
Für Bildungsreferentin Marilena Bekierz war die Durchführung der Fortbildung in dieser Form eine Premiere. Erstmals wurde der Kurs vollständig mit eigenen Fachkräften der JuBi gestaltet. Besonders wichtig war ihr dabei, dass das über viele Jahre gewachsene Erfahrungswissen von Menschen vermittelt wird, die die Methoden selbst regelmäßig anwenden. Gemeinsam mit Luca und Sabrina entstand so ein Leitungsteam, das aufgrund ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit in der JuBi Theorie und Praxis eng miteinander verknüpfen konnte.
Die Vielfalt der Erlebnispädagogik wird erfahrbar
Das Ausbildungsprogramm war vielseitig: Waldpädagogik, Klettertechniken, rechtliche Grundlagen, Kooperationsklassiker, zielgruppenorientiertes Arbeiten und feuerpädagogische Elemente gehörten ebenso dazu wie zahlreiche praktische Übungen auf dem Gelände der JuBi (z.B. das Juggern). Jugger ist ein moderner, taktisch anspruchsvoller Teamsport, der Elemente aus Fechten, Ringen, Rugby und American Football kombiniert und gemischtgeschlechtlich gespielt wird. Bewusst wurde die Ausbildung über verschiedene Jahreszeiten hinweg gestaltet, damit die Vielfalt der Erlebnispädagogik für die Teilnehmenden erfahrbar wurde.
So fand ein Ausbildungswochenende Anfang Januar 2026 statt und beinhaltete eine Schnee- Nachtwanderung im Mondschein, Spurensuchen im Wald, witterungserprobte Methoden, sowie verschiedene Indoor-Planspiele.
Neue Herausforderungen stärken den Teamgeist
Mut, Vertrauen und Teamgeist waren während der gesamten Ausbildung gefragt. Ob beim Erlernen von Knoten- und Sicherungstechniken, beim Klettern oder bei kooperativen Gruppenaufgaben – immer wieder standen die Teilnehmenden vor neuen Herausforderungen. In anschließenden Reflexionsrunden wurden die Erfahrungen gemeinsam ausgewertet und für die eigene pädagogische Praxis nutzbar gemacht.
Besonders spannend wurde es bei der Feuerpädagogik. Diese wurde von einem Teilnehmenden angeleitet, der die Grundlagen im Umgang mit Fackeln, Pois und Blasrohren vermittelte und die Gruppe im wahrsten Sinne des Wortes für sein Interessengebiet „entflammte“.
Ein lebendiger Austausch
Doch nicht nur die Teilnehmenden lernten voneinander. Auch das Leitungsteam zeigte sich beeindruckt von der Kreativität, dem Engagement und den Ideen der Gruppe. Nachdenkenswerte Morgenimpulse, eigene Methoden-Beiträge und spontane Aktionen machten die Ausbildung zu einem lebendigen Austausch, der alle Beteiligten bereicherte.
Die Erlebnispädagogik lebt von Selbsterfahrung, Reflexion und gemeinschaftlichem Lernen. Genau diese Mischung prägte auch den Fortbildungskurs 2025/2026. Mit viel Neugier, Spielfreude und Eigeninitiative haben die acht Absolvent:innen gezeigt, wie Lernen durch Erleben gelingt. Die in der JuBi entzündete Flamme der Erlebnispädagogik tragen sie nun weiter – in ihre Berufe, ihr Ehrenamt und die Arbeit mit Menschen in und um die JuBi!
Bericht: Marilena Bekierz, JuBi Tecklenburg