Der Verband betreibt insgesamt 27 Kindertageseinrichtungen in der Region.
Bei strahlendem Sonnenschein erhielt die Politikerin zunächst bei einer Führung durch die Kita Einblicke in den pädagogischen Alltag. Im anschließenden Gespräch tauschten sich die Kita-Leitungen (Alexandra Remke, Arche Noah, Mettingen/ Mona Fühner, Pusteblume, Tecklenburg/ Vanessa Scholmeyer, Kleine Propheten, Recke) und Simone Mannefeld (stellv. Geschäftsführung des Verbundes) offen und konstruktiv mit der Landtagsabgeordneten über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Kindertagesbetreuung aus.
Im Mittelpunkt standen drei zentrale Themen: Personalmangel, Kinderschutz und die steigenden Anforderungen im pädagogischen Alltag.
Es wurde deutlich, dass Einrichtungen zunehmend vor komplexen Herausforderungen stehen. Neben dauerhaft hohen Personalausfällen beobachten viele Kitas eine deutliche Zunahme von Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf und herausforderndem Verhalten.
„Frühkindliche Bildung ist heute deutlich anspruchsvoller als noch vor wenigen Jahren. Wir begleiten Kinder mit sehr unterschiedlichen Entwicklungsverläufen, psychosozialen Belastungen und familiären Herausforderungen. Das erfordert Zeit, Fachlichkeit und stabile Personalstrukturen“, gaben die Leitungen zu bedenken.
Darüber hinaus wurden Fragen zur geplanten Novellierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) diskutiert. Dabei äußerten die Beteiligten Sorgen unter anderem mit Blick auf die geplante Randzeitenbetreuung, mögliche Gruppenüberbelegungen sowie die Finanzierung und die weiterhin hohen Trägeranteile, insbesondere für kirchliche Träger. „Das KiBiz refinanziert Idealzustände – wir arbeiten mit realen Ausfallquoten und steigenden Anforderungen“, meint Simone Mannefeld.
„Die Anforderungen an Kindertageseinrichtungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen“, erklärte die stellvertretende Geschäftsführung des Kindergartenverbundes. „Unsere Mitarbeitenden leisten täglich engagierte und verantwortungsvolle Arbeit für Bildung, Betreuung und Kinderschutz. Umso wichtiger ist es, dass gesetzliche Rahmenbedingungen und Finanzierungssysteme die Realität in den Einrichtungen angemessen berücksichtigen. Wir wünschen uns keine Sonderregelungen, sondern Rahmenbedingungen, die Qualität, Stabilität und Kinderschutz dauerhaft ermöglichen“, so Simone Mannefeld weiter.
Die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking nahm sich viel Zeit für die Anliegen aus der Praxis, ordnete die angesprochenen Punkte ein und erläuterte den aktuellen Stand der KiBiz-Novellierung sowie den notwendigen Anpassungsbedarf des Gesetzes. Der Besuch wurde von allen Beteiligten als konstruktiver Austausch zwischen Praxis und Politik bewertet.