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Katharina Schöttler als erste pädagogische IPT-Mitarbeitende im Kirchenkreis Tecklenburg eingeführt - Festlicher Gottesdienst in Westerkappeln für die „Brückenbauerin“ in der Region Mitte-Nordost

In der weihnachtlich geschmückten Stadtkirche in Westerkappeln wurde jetzt Gemeindepädagogin Katharina Schöttler von Superintendent André Ost in ihren Dienst eingeführt. Sie ist seit dem 1. Januar 2026 in der Region Mitte–Nordost tätig.

Trotz klirrender Kälte war die Kirche gut besucht. „Zum Anfang des Jahres freuen wir uns als Kirchengemeinde Westerkappeln gemeinsam mit den Gemeinden Wersen, Wersen-Büren, Lotte und Tecklenburg, dass wir Katharina Schöttler in ihre Arbeit in der Nachbarschaft einführen können“, begrüßte Pfarrer Olaf Maeder die Gemeinde. Liturgisch gestalteten Pfarrer Iven Benck und Vikarin Mirjam Bernhardt (beide Lotte) den Gottesdienst. 

Superintendent André Ost berichtete über die neuen Entwicklungen im Kirchenkreis Tecklenburg: „Am Silvester-Tag des alten Jahres haben wir in Ibbenbüren den langjährigen Jugendreferenten Udo Schmidt-Albrecht aus der Region Mitte in den Ruhestand verabschiedet. Er war 35 Jahre in der Jugendarbeit tätig. Heute freuen wir uns, dass wir in der Region Mitte Nord-Ost Katharina Schüttler als erste Gemeindepädagogin in einer IPT-Stelle einführen können.“ Damit werde nicht nur ein Generationswechsel in der Arbeit mit jungen Menschen markiert, es vollziehe sich auch ein konzeptioneller Neuansatz für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis, so der Superintendent. Katharina Schöttler ist beim Kirchenkreis angestellt. In den Interprofessionellen Pastoralteams (IPT) arbeiten künftig hauptamtliche Mitarbeitende unterschiedlicher Professionen regional zusammen. „In Zukunft wird es darauf ankommen, dass Angehörige aller Berufsgruppen in den vier Regionen unseres Kirchenkreises eng und vertrauensvoll zusammenwirken“, machte André Ost deutlich. Hintergrund sei, dass die Anzahl der Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis abnehme. „Hier in der Region war man sich schnell einig, dass die IPT-Stelle mit gemeindepädagogischem Schwerpunkt gebraucht wird“, informierte er. Katharina Schöttler wird sich vor allem um die Gestaltung der Konfirmandenarbeit kümmern. Die Gemeinde begrüßte sie mit herzlichem Applaus. 

In einem kurzen Interview stellte sich Katharina Schöttler den Gottesdienstbesuchern vor. Die 28-Jährige kommt aus dem Kirchenkreis Iserlohn. Als Geschäftsführerin hat sie dort den „Checkpoint Iserlohn“ geleitet. Dazu gehören unter anderem ein Jugendcafé und ein Sozialzentrum. „Ich freue mich auf die Begegnungen mit den Menschen“, meinte sie. Gerade lerne sie die Beteiligten aus der Region kennen. Die fünf Kirchengemeinden seien sehr unterschiedlich. Kirche solle lebendig bleiben und Mut zum Experimentieren haben. „Katharina Schöttler wird eine Brückenbauerin in der Region sein und die Kooperation zwischen den Kirchengemeinden fördern“, betonte der Superintendent. Die Gemeinden seien auf einem guten Weg. Im Rahmen der Einführung wünschten Haupt- und Ehrenamtliche aus der Region Mitte Nordost Katharina Schöttler Gottes Segen für ihre Arbeit. Superintendent André Ost führte sie in ihre Arbeit ein und segnete sie. 

Pfarrer Olaf Maeder griff zuvor in seiner Predigt über die Taufe Jesu (Matthäus 3,13-17) eine Frage auf, die ihm immer wieder von Konfirmandinnen und Konfirmanden gestellt wird: „Tauft Ihr in der Kirche mit Leitungswasser?“ Die Frage sei begründet, denn in der katholischen Kirche werde das Taufwasser in einer liturgischen Handlung geweiht. „Einige katholische und evangelische Gemeinden feiern heute Tauffeste. Dabei werden die Täuflinge ganz unter Wasser getaucht, berichtete er. „Mit der Taufe ändert sich unser Leben“, so Olaf Maeder weiter. „Wir erleben eine Metamorphose, die Sünden werden abgewaschen, wir sind ein anderer Mensch.“ Die Beziehung zu Gott werde dadurch intensiver. „Jesus macht uns mit der Taufe ein Geschenk“, betonte er abschließend. 

Mit mutmachenden Liedern begleitete der Chor Unisono unter Leitung von Popkantor Julian Niederwahrenbrock (E-Piano und Orgel) den Gottesdienst. Anschließend hatten alle Interessierten die Gelegenheit, die neue Gemeindepädagogin im Dietrich-Bonhoeffer-Haus bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen kennenzulernen. 

Bericht: Christine Fernkorn

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