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Hinschauen – Helfen – Handeln: Kita-Verbund startet neues Präventionskonzept

Der Kindergartenverbund im Kirchenkreis Tecklenburg geht beim Thema Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt neue Wege. Mit Beginn des Kita-Jahres 2025/26 wird ein modulares Fortbildungssystem für alle Mitarbeitenden eingeführt.

Ziel ist es, die Handlungssicherheit im Ernstfall zu stärken und das Thema dauerhaft in den Teams präsent zu halten.

Insgesamt sieben Mitarbeiter: innen des Verbunds haben sich bereits bei der Evangelischen Kirche von Westfalen zu Multiplikator: innen ausbilden lassen und erhielten ihre Zertifikate im Februar und Mai. Zwei weitere Fachkräfte stehen kurz vor Abschluss der Qualifizierung. Damit ist das Team vollständig aufgestellt, um die neuen Schulungen im Verbund durchzuführen.

„Eine einmalige Schulung reicht nicht aus, um wirkliche Sicherheit im Handeln zu erlangen“, betont Simone Mannefeld, stellvertretende Geschäftsführerin des Kindergartenverbundes und selbst Multiplikatorin. „Wir wollen erreichen, dass Mitarbeitende nicht nur informiert sind, sondern sich trauen hinzuschauen, auf ihr Bauchgefühl zu hören und Verantwortung zu übernehmen.“

Modulares Schulungssystem für alle Mitarbeitenden

Die neuen Fortbildungen sind verpflichtend für alle Beschäftigten – von pädagogischen Fachkräften über Leitungen bis hin zu Hauswirtschaftskräften und Auszubildenden – und müssen alle fünf Jahre aufgefrischt werden.

Pädagogische Fachkräfte absolvieren drei Module zu den Themen: Täterstrategien, Kinderrechte sowie Prävention und Risikoanalyse.

Leitungen vertiefen diese Themen in einer zweitägigen Schulung.

Nicht-pädagogische Mitarbeitende und Auszubildende erhalten eine dreistündige Grundlagenschulung. Erst wenn alle Module erfolgreich abgeschlossen wurden, wird ein Zertifikat ausgehändigt.

Dauerhafte Präsenz im Kita-Alltag

Die Aufteilung in mehrere Module bietet Flexibilität bei Krankheit oder Personalausfällen und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Thema das ganze Jahr über präsent bleibt. So entsteht eine dauerhafte Sensibilisierung in den Teams.

„In der Theorie ist das Wissen oft da. In der Praxis kommt es aber bei Vorfällen zu Unsicherheiten“, erklärt Mannefeld. „Mit den neuen Modulen schaffen wir Klarheit und stärken die Handlungsfähigkeit.“

Verantwortung für Kinder stärken

Das Konzept „Hinschauen – Helfen – Handeln“ der Evangelischen Kirche in Deutschland bildet die Grundlage der Schulungen. Es sensibilisiert für Risikofaktoren, schärft die Wahrnehmung, vermittelt angemessenes Verhalten im Alltag und macht mit Meldewegen vertraut.

Damit setzt der Kirchenkreis Tecklenburg ein starkes Signal: Kinderschutz ist nicht verhandelbar – und erfordert kontinuierliche Weiterbildung, klare Haltung und gelebte Verantwortung.

Weitere Infos zu Hinschauen – Helfen-Handeln:

https://www.hinschauen-helfen-handeln.de/

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Erstellungsdatum: 28.08.2025