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Eindrucksvolle Pantomime mit Christoph Gilsbach schafft Zugang zu Themen der Vergänglichkeit - Ausstellung „Was bleibt." eröffnet

Es war ein beeindruckender und nachklingender Abend in der Christuskirche Ibbenbüren: am 1. März luden der Kirchenkreis Tecklenburg, die Stiftung für denkmalwerte Kirchen im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg, die Ev. Kirchengemeinde Ibbenbüren und die Stiftung Ev. Kirche Ibbenbüren zur Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung „Was bleibt. Weitergeben.Schenken.Stiften.Vererben.“ ein.

Die illuminierte einladende Kirche ist der ideale Raum für die sieben Stationen mit Schatzkästchen voller Lebensgeschichten. Schon vor der Eröffnung nutzten viele Besucher die Gelegenheit, sich die Ausstellung anzusehen. „Wir freuen uns, als Gemeinde die Ausstellung zu diesem wichtigen Thema in der Christuskirche zeigen zu können. Schön, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat“, eröffnete Pfarrerin Lena Stubben die Veranstaltung. Beim ersten Versuch im Frühjahr 2020 habe die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

In einer ausdrucksstarken, bewegenden Inszenierung, untermalt von passender Klaviermusik, stellte der Pantomime Christoph Gilsbach mit seinem Stück „Das Leben – eine lebendige Begegnung mit dem Tod“ Szenen des Lebens dar. Angefangen von der Kindheit, dem Erwachsenwerden, dem Entdecken des eigenen Ich und dem sich selbst Beweisens führt der Lebensweg über Höhepunkte des Erfolgs, die Unzufriedenheit, das Klammern an den Alltag, den Abschied, die Wut und das Loslassen. Als Narr versucht er, mit dem Tod zu verhandeln, doch das misslingt ihm. Schließlich versöhnt er sich und beginnt mit dem Tod zu tanzen. Schon gezeichnet vom Alter akzeptiert er schließlich den Tod. Der Pantomime nahm die Zuschauer mit hinein in die Begegnung mit der eigenen Vergänglichkeit, die jede Lebensphase durchzieht. Gilsbach bezog das Publikum mit ein, etwa beim Auffüllen eines Glaskubus mit Wasser, sogar beim Tanz mit dem Tod. Nach dem letzten Akt flogen Schmetterlinge auf die Bühne und zauberten den Zuschauern ein Lächeln auf die Lippen. Den Schlusspunkt setzte das von Louis Armstrong gesungene Lied „What a wonderful world“. Das bewegte Publikum dankte dem Künstler mit langanhaltendem Applaus. 

„Ich bin sehr beeindruckt von dieser Aufführung“, betonte Superintendent André Ost in seinem Grußwort. „Der Titel der Ausstellung „Was bleibt“ will uns vermitteln, den Tod und die Vergänglichkeit als Realität in unserem Leben zu akzeptieren.“ Die Ausstellung frage danach, was uns im Leben wichtig sei, und lade dazu ein, nach den Schätzen im eigenen Leben zu suchen, sie zu beschreiben und mit anderen zu teilen. In der Passionszeit bringe die Ausstellung mit ihrem Rahmenprogramm das Sterben und die Hoffnung, das Ende und das Bleibende zusammen, so Ost weiter. Es sei dem Kuratorium der Stiftung für denkmalwerte Kirchen im Kirchenkreis Tecklenburg zu verdanken, dass die Ausstellung im zweiten Anlauf starten konnte. Die Stiftung existiert seit 24 Jahren. Sie setzt sich dafür ein, die 21 denkmalwerten Kirchen im Kirchenkreis für die Nachwelt zu erhalten. Der Superintendent dankte allen Organisatoren der Ausstellung. Der Kirchengemeinde Ibbenbüren dankte Ost für die Bereitstellung der Veranstaltungsorte. Gleichzeitig dankte er auch den vielen Ehrenamtlichen und Küster Markus Heinze für ihre Unterstützung. Sein besonderer Dank galt Pfarrerin Adelheid Zuehlsdorf-Maeder, zuständig für die Erwachsenenbildung im Kirchenkreis, die für die Ausstellung und das Rahmenprogramm viel Organisationsarbeit geleistet habe.

André Pabst, Fachreferent vom Team Fundraising der EKvW, freute sich über den schönen Ausstellungsort. „In der Ausstellung geht es um die kleinen Dinge“, sagte er. Das seien Erinnerungsstücke, die Geschichten erzählten. Das könne ein Foto sein oder ein Kuchenrezept. Die Ausstellung sei mobil und wandere von Ort zu Ort. Die Konzeption hätten die Landeskirchen und Diakonische Werke entwickelt. „Die Christuskirche in Ibbenbüren wird durch diese Ausstellung noch mehr zu einem Begegnungsraum“, betonte er.  

„Ich freue mich auf die Ausstellung, die wir mit dem Kirchenkreis und der Erwachsenenbildung gemeinsam anbieten“, sagte Pfarrer i.R. Reinhard Lohmeyer. „Wie schön, dass unsere Stiftungen mit diesen Themen kooperieren. Die Ev. Stiftung Ibbenbüren setze sich dafür ein, das Leben in Liebe zu fördern. Unter dem Motto „Dem Wort Gottes Raum geben“ fördere die Stiftung Bauprojekte der Kirchengemeinde wie beispielsweise „Haus Ibbenbüren“ auf Wangerooge und das Hospizhaus Tecklenburger Land am Aasee. „Wir sind bereit zu Veränderungen“, unterstrich er. Das zweite Motto heiße „Dem Traum von Kirche Leben geben“. So unterstützt die Stiftung beispielsweise die Arbeit der Ev. Kitas durch die Verdoppelung von Spendenbeiträgen. Anschließend nahmen sich die Besuchenden Zeit, die Ausstellung anzusehen und sich bei Salzgebäck und Getränken über ihre Eindrücke auszutauschen.  

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. März 2026 in der Christuskirche Ibbenbüren zu sehen. Das bunte Begleitprogramm zur Ausstellung lädt Interessierte zu Vorträgen, Film- und Kulturveranstaltungen ein. Weitere Infos und Flyer zu allen Veranstaltungen auf der Homepage des Ev. Kirchenkreises Tecklenburg unter 

www.kirchenkreis-tecklenburg.de/service/download.  

Weitere Fotos finden Sie in der Bildstrecke:

https://www.kirchenkreis-tecklenburg.de/presseportal/bildstrecken

Bericht: Christine Fernkorn

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