Organisiert wurde die medienfreie Fahrt vom Team der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Tecklenburg. Unter der Leitung der Jugendreferentin und Waldpädagogin Annika Kipp begab sich die Gruppe auf ein Abenteuer, das ganz auf Naturerlebnis und Gemeinschaft, ausgerichtet war.
Das Programm der Woche richtete sich nach den Wünschen der Kinder und statt digitaler Unterhaltung stand echtes Handwerkszeug im Vordergrund. Schon bei den Mahlzeiten halfen die Kinder der Hauswirtschaftsleitung Katrin Bringmann beim Küchendienst.
Im Wald erarbeiteten die Kinder unter fachkundiger Anleitung von Förster Samuel Schröder, dem Leiter des Waldheims, wichtige Verhaltensregeln, um die Tier- und Pflanzenwelt als wertvollen Lebensraum zu schützen und als persönlichen Spiel- und Erfahrungsraum zu nutzen. Er führte die Kinder an allen Tagen durch das Waldgebiet. Dort wurden Buden gebaut, eine Wanderung durch einen Bach gemacht, Staudämme errichtet und einfach gespielt.
An einem Tag holten Kinder einer Gruppe frisches Wasser direkt aus der nahegelegenen Froschquelle, während eine Gruppe Holz für ein Feuer sägte und hackte, das von der nächsten Gruppe entfacht werden durfte. Einige Kinder schnitten Gemüse und spätestens, als der Kessel über dem Feuer schwang, saßen alle Kinder in der Grillhütte zusammen, um eine köstliche Gemüsesuppe abzuschmecken, umzurühren und zu verkosten. Abgerundet wurde die Mahlzeit von einem selbst zubereiteten Obstsalat. „So ein Tag macht viel mehr Spaß als Playstation zu spielen!“ bemerkt Kilian beim zweiten Teller Suppe.
Waldpädagoge Rainer Gallus gab den Kindern die Möglichkeit, in der Holzwerkstatt verschiedene Werkzeuge und Materialien kennenzulernen. So konnten kleine Mitbringsel aus Holz für Zuhause gefertigt werden.
Highlight der Fahrt war sicherlich die fingierte Wildschweinjagd, bei der einige Kinder, wie bei einer Schnitzeljagd, Spuren mit einem Nagelklotz in den Waldboden furchten. Da Wildschweine häufig einen intensiven, würzigen Geruch, der an Maggi erinnert, verströmen, wurde die Fährte mit einem entsprechenden Konzentrat verstärkt.
„Ich denke, dass diese Fahrt rundum gelungen war und die Kinder gemerkt haben, dass der Wald etwas besonders Wertvolles ist, in dem man tatsächlich ganze Tage ohne Medienkonsum verbringen kann“ resümiert Jugendreferentin Annika Kipp.