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„Bäume der Hoffnung“ als Zeichen des Gedenkens an die Corona-Opfer - Ankerplatz-Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag

„Ankerplatz“ nennt sich eine Reihe mit monatlichen Online-Gottesdiensten im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg. Superintendent André Ost sieht in dem kreiskirchlichen Angebot eine gute Möglichkeit zur Versteigung der digitalen Verkündigungsformate: „Wir haben in der Coronazeit gute Erfahrungen mit digitalen Andachten und Gottesdiensten gemacht, so Ost. „Wir erreichen dadurch viele Menschen, die sonst nicht zu den regelmäßigen Kirchenbesuchern zählen.“

Am Ewigkeitssonntag (21. November) fand ein digitaler Ankerplatz-Gottesdienst mit Superintendent André Ost statt.

Hier kommen Sie zum Ankerplatz-Gottesdienst: 

https://youtu.be/9BzybMr7RX4

Öffentlichkeitsreferentin Christine Fernkorn interviewte André Ost dazu:

Warum haben Sie sich gezielt diesen Tag ausgesucht?

Im Frühjahr gab es in unserer westfälischen Landeskirche die Idee, das allgemeine Totengedenken am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, mit einem besonderen Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie zu verbinden. Damals hatten wir noch die Vorstellung, dass wir damit auf das Ende der Pandemie zurückblicken könnten. Das hat sich leider als Trugschluss erwiesen. Gerade die letzten Tage haben uns bewusst gemacht, dass Corona längst noch nicht vorbei ist und immer noch unser Leben bestimmt. Das Corona-Gedenken zum Ewigkeitssonntag ist also ein sehr aktuelles Thema.

Wer wird außerdem im Gottesdienst mitwirken?

Drehort für den Ankerplatz-Gottesdienst war diesmal Kattenvenne. Wir haben die Aufnahmen auf dem Friedhof und in der Kirche gemacht. Darum wirkte auch die Kattenvenner Pfarrerin Verena Westermann mit. Sie hielt in diesem Gottesdienst die Predigt. Für die musikalische Gestaltung war der neue Kirchenmusiker für Lienen und Kattenvenne, Filip Peoski, zuständig.

Welcher Bibeltext wird im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen?

Zum Ewigkeitssonntag 2021 hat die westfälische Landeskirche dazu aufgerufen, „Bäume der Hoffnung“ zu pflanzen. Dies verbindet sich mit dem Verständnis, dass Friedhöfe nach unserer christlichen Vorstellung nicht nur Orte der Trauer, sondern auch der Hoffnung sind. Unsere Friedhöfe wollen davon Zeugnis geben, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und die Verstorbenen in Gottes Hand sind. Auch in Kattenvenne wurde auf dem Friedhof ein Hoffnungsbaum gepflanzt. Das ist in dem Video zu sehen. Passend dazu steht ein Bibelvers aus dem Buch Jeremia im Mittelpunkt des Gottesdienstes: „Gesegnet ist der Mensch, der sich auf Gott verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt“ (Jeremia 17, 7+8).

Was können die Zusehenden von diesem Ankerplatz-Gottesdienst erwarten?

Bei der Produktion unterstützte uns wieder Thomas Nitwoski von der Firma Canomedia aus Osnabrück. Wer die letzten Ankerplatz-Gottesdienste gesehen hat, weiß, dass die Videos auch besonders von den Bildern leben. Aufnahmen mit der Drohnen-Kamera ermöglichen ungewohnte Perspektiven.

 

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Erstellungsdatum: 19.11.2021