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Donnerstag 12. Oktober 2017 | Alter: 10 Tage

Chormusik von der Reformation bis zur Gegenwart

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Konzert am Reformationstag in der frisch renovierten Ev. Stadtkirche in Lengerich



Der Motettenchor Lengerich

Lengerich. Am Reformationstag (31. Oktober) wird in der frisch renovierten Ev. Stadtkirche in Lengerich um 17.00 Uhr ein erstes Konzert zu hören sein: „Chormusik von der Reformation bis zur Gegenwart“. Der Programmaufbau der Abendmusik gibt die Entwicklung protestantischer Chormusik von der Reformation bis zur Gegenwart wieder. Für jedes Jahrhundert steht exemplarisch das Werk eines namhaften Komponisten, dessen Text vom Reformator Martin Luther oder von einem Zeitgenossen stammt. Josquin Desprez, Johann Walter, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und John Rutter haben sich mit diesen Texten auseinandergesetzt und großartige Chormusik geschaffen.

Das Programm fährt also auf zweigleisig: Es gibt einen musikgeschichtlichen Spiegel durch die Jahrhunderte bis zu einem symphonischen Werk wieder - immer im Bezug zu Texten Martin Luthers.

Die Musik Josquins muss die Menschen am Ende des Mittelalters fasziniert haben und regte die Zeitgenossen Martin Luthers zu einer Fülle von kantoreipraktischen Kompositionen an. Eine erste evangelisch-lutherische Kantorengeneration ermöglichte es der Gemeinde, die liturgische Musik - bisher dem Klerus in der Ausführung vorbehalten - selbst mit Gemeindeliedern und Chorsätzen zu musizieren. Auf dieser Kantoreipraxis fußen dann berühmte Werke wie die Geistliche Chormusik von Heinrich Schütz oder Motetten Bachs und Mendelssohns. Hugo Distler, namhafter Vertreter evangelischer Kirchenmusik im 20. Jahrhundert, bezieht sich in seinen Werken dann wieder rückbesinnend auf die Musik von Schütz. Schließlich erklingt am Schluss des Konzerts die Komposition „Cantate Domino“ von John Rutter und damit auch wieder das musikalische Motto Martin Luthers.

Superintendent André Ost kommentiert die Musikbeiträge aus theologischer Sicht. Es singt der Motettenchor Lengerich unter der Leitung von Christoph Henzelmann. Der Eintritt ist frei.