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Dienstag 13. Juni 2017 | Alter: 185 Tage

Gedanken der Solidarität mit Afrika sind in Kirchengemeinden lebendig

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(v.l.n.r.): Pfarrer Dr. John Wesley Kabango, Pfarrerin Elizabeth von François, Pfarrer Ingo Göldner, Annette Salomo und Superintendent André Ost.

Ladbergen. Zum Gottesdienst am Namibia-Partnerschaftssonntag kamen am 11. Juni etwa 50 Besucher in die evangelische Kirche der Gemeinde Ladbergen. Pfarrer Ingo Göldner begrüßte dazu André Ost, Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg, und Mitglieder des Namibia-Partnerschaftskomitees, die den Gottesdienst mit vorbereitet hatten. Dessen Vorsitzende Annette Salomo stellte den Solidaritätsfonds vor, mit dem die finanzielle Eigenständigkeit der Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia (ELCRN, Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia) gestärkt werde, betonte sie. Für Projekte, die Nachhaltigkeit und solidarische Gemeinschaft fördern, war die Kollekte bestimmt.

 

Die Partnerschaft der Kirchenkreise Tecklenburg, Otjiwarongo in Namibia und Wesel am Niederrhein besteht seit mehr als 30 Jahren. Im Laufe der Jahre sind viele Beziehungen und Traditionen gewachsen. Dazu gehört der Partnerschaftssonntag, der in allen drei Kirchenkreisen am Sonntag Trinitatis gefeiert wird. Hier in der Region "wandert" die Veranstaltung durch die Gemeinden, um die Arbeit vorzustellen und Rechenschaft abzulegen. "Wir wollen den Gedanken der Solidarität in alle Gemeinden tragen", erklärte Annette Salomo, die gleichzeitig Grüße aus Otjiwarongo mitbrachte. Den Menschen in Namibia sei über die finanzielle Hilfe hinaus auch der Austausch wichtig. Das Gefühl der geistlichen Verbundenheit bilde eine Bereicherung für beide Seiten, so die Vorsitzende.

 

Pfarrerin Elizabeth von François kommt aus der namibischen Hauptstadt Windhoek. Sie ist ökumenische Mitarbeiterin in Lengerich und gestaltete gemeinsam mit Pfarrer Ingo Göldner den Gottesdienst. Günther Haug las ein Kapitel aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer. Die Predigt über Psalm 113 hielt Reverend Dr. John Wesley Kabango, Leiter der Abteilung Afrika der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) aus Wuppertal. Er stellte zunächst die Aufgaben der VEM vor, der protestantische Christen aus drei Erdteilen angehören. Am Sonntag Trinitatis erinnerte der Prediger an die Dreieinigkeit. "Gott ist immer da. Wir können uns auf ihn verlassen, auch wenn es heute manchmal schwer ist, sich zu freuen", sagte Dr. Kabango. Gott schütze und verteidige die Menschen, sie müssten keine Angst haben, gab er den Besuchern mit auf den Weg.

 

Den musikalischen Rahmen gestaltete Edwrin Kohnhorst an der Orgel. Annette Salomo dirigierte den Kanon "Vom Aufgang der Sonne" mit dem Text aus Psalm 113 Vers 3. Anschließend trafen sich die Gläubigen im Kirchcafé des Gemeindehauses zu Gesprächen mit den Vertretern des Namibia-Komitees. Pfarrer Dr. Reinhold Hemker überbrachte Grüße aus dem Nachbarkirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken und hob die Bedeutung des afrikanischen Kontinents für Europa hervor.

 

Text und Foto: Brigitte Striehn